Der Absturz der Lufthansa-Boeing 720-030B in Mainz-Ebersheim



Feuerwehrleute bei anhaltenden Löscharbeiten. An der Absturzstelle sind nach dem Aufprall oft nur noch kleine Teile des riesigen Düsenflugzeugs zu finden. Das Bild stammt von der Fotoagentur Keystone Press / Alamy Stock Foto (Bild-ID: E0W8WC). Es ist das einzige Bild, das heute noch verfügbar ist. 


Das Rätsel um den Absturz einer Lufthansa-Boeing

Vor mehr als 60 Jahren stürzte ein Passagierflugzeug in Ebersheim ab

Am 4. Dezember 1961 stürzte in Ebersheim das damals modernste Düsenflugzeug der Lufthansa ab. Es handelte sich um eine Boeing 720-030B mit der Kennung D-ABOK "Düsseldorf". Bei dem Absturz wurde die dreiköpfige Besatzung getötet. Der Absturz dieses Flugzeuges ist bis heute rätselhaft und reiht sich in eine Reihe von an sich unabhängigen, aber doch miteinander verbundenen Ereignissen ein, die im Oktober 1961 begannen, am 2. Dezember 1961 ihre Fortsetzung fanden und mit dem Absturz der Boeing 720 B "Düsseldorf" zwei Tage später endeten.

Oktober 1961 - Der Beinahe Absturz einer Boeing 707

Die Geschichte beginnt mit einer Beinahe-Katastrophe. Im Oktober 1961 startete der vierzigjährige Flugkapitän Sussmann gegen Mittag mit einer Boeing 707 vom Frankfurter Flughafen. Als das große Flugzeug sich Ebersheim näherte, riss sich ein Teil der Fracht los, wodurch die Maschine schwanzlastig wurde. Das Flugzeug drohte über Ebersheim abzustürzen. Im letzten Moment gelang es dem Kapitän, die aus der Trimmlage geratene Boeing wieder fest in die Hand zu bekommen. Eine Meisterleistung.  Die Boeing konnte ihren Flug fortsetzen und eine Katastrophe war abgewendet. In einschlägigen Dokumentationen findet sich heute noch folgender Eintrag: „Beinahe Absturz einer Boeing 707 bei Ebersheim wegen verrutschter Ladung“.

Wenige Wochen später  ging es in Ebersheim erneut um eine Katastrophe. Zum Glück diesmal nur um eine Übung. Am 2. Dezember 1961, einem sonniger Samstag betrat Landrat Hermann Rieg die Wohnung des Ebersheimer Bürgermeisters Johann Baptist Eckert II. und legte mit ernstem Gesicht einen Zettel auf den Tisch. „Ein Flugzeug ist gerade über der Schule abgestürzt“, stand darauf. 

Dann überließ er Bürgermeister Eckert das Kommando. Kurze Zeit später gab die Sirene Feueralarm. Johann Georg Knußmann, der Kommandant der Ebersheimer Feuerwehr, hetzte zum Gerätehaus und der zweite Kommandant ließ sein Pferd im Stich und eilte ins Dorf. Aus dem Gerätehaus in der Weedengasse holten die sich schnell versammelnden Wehrmänner die Motorspritze heraus und eilten zur Schule in der Römerstraße. 20 Minuten später trafen hier auch Gendarmerie, Landratsamt und benachbarte Feuerwehren ein. Die Ebersheimer Feuerwehr hatte inzwischen über eine mechanische Leiter die verletzten Kinder aus der Schule gerettet und mit drei Strahlrohren den Brandangriff vorgetragen. Da es kurze Zeit später in der Ortsleitung kein Wasser mehr gab, wurde die Niersteiner Wehr am „Weed“ eingesetzt. Die Pumpen saugten das Wasser aus dem Bassin und gaben es an die Wehren vor der Schule weiter. In der Zwischenzeit waren auch weitere Hilfskräfte eingetroffen. In der Allgemeinen Zeitung hieß es:

"Als die Mainzer Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes alarmiert wird, jagt sofort der Schnelleinsatztrupp los. Er ist in der Lage, erste Hilfe zu leisten und auch Schlagaderverletzungen zu verbinden. Nachdem sich der Einsatzleiter Tholey einen Überblick über die Situation verschafft hat, fordert er in Mainz weitere Hilfe an. Dort sind die Rote-Kreuz-Helfer mit zwei Funktaxen und mit dem Telefon zusammengetrommelt worden, so daß zusammen mit dem Gonsenheimer Einsatzwagen auch die Katastrophenwagen des Mainzer Roten Kreuzes eintreffen ... Auch das Technische Hilfswerk Mainz hat seine Leute mit dem Funkwagen alarmiert. Mit einem Funkwagen, einem Mannschaftswagen, einem Gerätewagen und einem Unimog rückt es an, um die Trümmer wegzuräumen."

Mit Hilfe dieser starken Hilfskräfte war der Brand einige Zeit später gelöscht und der Einsatz mit befriedigenden Ergebnissen abgeschlossen worden. Am 4. Dezember berichtete dann die Allgemeine Zeitung in einem großen Artikel über den Einsatz:

„Ein Flugzeug stürzte auf Ebersheims Schule – Feuerwehr-Löschzüge, Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk und Gendarmerie eilten zur Hilfe - Katastrophenalarm im Landkreis, doch nur zur Probe…“

4. Dezember 1961 - Der Absturz der "Düsseldorf"

An dem Montag, als dieser Artikel erschien, saß erneut ein Bürgermeister beim Mittagessen, diesmal der Amtsinhaber von Gau-Bischofsheim. Gegen 12.45 Uhr hörte er das Dröhnen von Flugzeugmotoren über den Dächern. Bürgermeister Gerhardt fühlte instinktiv: Die stürzt ab, da ist nichts mehr zu machen. Sofort alarmiert er die örtliche Feuerwehr.

Zur gleichen Zeit pflügte am 4. Dezember 1961 der Ebersheimer Landwirt Peter Herdt mit einem Pferd ein Feld mehrere hundert Meter entfernt von der Rheinhessenstraße und in der Nähe des heutigen Sportplatzes. Auch ihn schreckte das Flugzeugbrummen auf. Er sah eine große Passagiermaschine auf sich zukommen. Plötzlich sackte sie ab, bäumte sich noch einmal auf und schlug in steilem Winkel und einer Flächenneigung von etwa 55 Grad auf. Die vier Düsentriebwerke waren noch in vollem Betrieb. Die rechte Tragfläche bohrte sich in den lehmigen Boden und das Flugzeug versank in der Erde. Ein Gendarmeriebeamter beobachtete in diesem Moment, dass sich unmittelbar nach dem Aufprall der Maschine eine schwarze Detonationswolke „wie ein Atompilz“ in den Himmel hob. Sekunden später wirbelten Lehmmassen und Aluminiumteile durch die Luft.

Peter Herdt war wie erstarrt. Das Pferd ging durch, galoppierte auf die Flammen zu. Der Ebersheimer Landwirt hatte Mühe, es wieder einzufangen. Sein Bruder half ihm dabei. Und dieser war es auch, der querfeldein in das Dorf rannte und die Feuerwehr alarmierte.

Kurze Zeit später waren die ersten Hilfsmannschaften zur Stelle. Sie konnten nur unter schwierigsten Bedingungen an den Absturzort gelangen, weil dieser mitten im aufgeweichten Feld lag. 

Ein Zeitungbericht der Allgemeinen Zeitung vermittelte einen Eindruck über die Aktivitäten an der Absturzstelle:

"Hubschrauber der amerikanischen Armee kreisten über der Absturzstelle, gaben rote Blinkzeichen, landeten nach einigen Kurven. Amerikanische Soldaten mit Bahren eilten herbei. Über die aufgeweichten Felder arbeiteten sich Wagen der amerikanischen Feuerwehr heran, auch die Flugplatzfeuerwehren aus Frankfurt und Erbenheim kamen. Es begann zu regnen".

Trotz dieser aufwändigen Hilfsmaßnahmen stellten die Helfer schnell fest, dass es keine Möglichkeit mehr gab, Menschenleben zu retten. In der Allgemeine Zeitung hieß in diesem Zusammenhang:

"Nach kurzer Zeit trafen auch zwei Beamte der motorisierten Gendamerie ein, Hauptwachtmeister Heinz Jander und Polizeimeister Willi Mitter, die in unmittelbarer Nähe Fahrzeuge kontrolliert hatten. Die Beamten der Gendamerie stellten zunächst die Bordbücher sicher, zerrissene, verkohlte Fetzen, aus denen die Angaben nur noch schwer zu entziffern waren. Die Beamten blätterten in einer nahezu verkohlten Brieftasche, zogen den Personalausweis  eines der getöteten Flieger heraus, Bilder von Angehörigen, eine Fotografie des Fliegers selbst - angekohlt und zerrissen."

An Bord der Maschine hatten sich zwei Flugkapitäne und der Flugingenieur befunden. Alle drei Besatzungsmitglieder fanden bei dem Absturz den Tod. Unter den Opfern befand sich auch Flugkapitän Sussmann, der wenige Wochen vorher noch den Absturz einer Boeing 707 über Ebersheim verhindert hatte. Das abgestürzte Flugzeug war von Frankfurt aus zu einem Checkflug gestartet und hatte deshalb keine Passagiere an Bord. Es handelte sich um eine viermotorige Düsenmaschine vom Typ „Boeing 720 B“, die erst am 28. April 1961 von den Boeing-Werken an die Lufthansa übergeben worden war. Das Flugzeug hatte den Namen „Düsseldorf“ erhalten und war das damals modernste Passagierflugzeug der deutschen Luftfahrtgesellschaft.  Richtig glücklich wurde die Lufthansa mit dem Typ allerdings nie. Ein Flugkapitän der Lufthansa erinnerte sich an Berichte älterer Kollegen, dass die „720 B immer schwer zu fliegen war“.

Einen Tag nach dem Unfall nahm das Luftfahrt-Bundesamt seine Arbeit auf. Neben der Absturzstelle wurden zwei Bundeswehrzelte errichtet.  Der mehrere Meter tiefe Krater erhielt eine Umzäunung und Gendarmeriebeamte und Bereitschaftspolizisten hielten Wache, damit kein Unbefugter an die Trümmer heran konnte. Eine inzwischen eingesetzte Sachverständigen-Kommission begann, nach Spuren und Resten zu suchen, die Aufschluss über Ursache und Hergang der Katastrophe geben könnten. Die Allgemeine Zeitung berichtete:

"Flugkapitän Reicher, Leiter der Abteilung "Unglücksfälle" im Luftfahrtbundesamt Braunschweig, beaufsichtigt die Ar­beiten- „Wir müssen natürlich mit allem rechnen" sagte er uns gestern. Auch die Möglichkeit eines Sabotageakts dürfen wir beim Ergründen der Ursache nicht ausschließen." Schwierig wird es sein, aus den höchstens noch aktentaschengroßen Trümmern etwas herauslesen zu können. Alles, was irgendwie von Bedeutung sein könnte, wird deshalb registriert und auf­gehoben. Die Arbeiten auf dem Ebers­heimer Acker erinnern fast an die an einer archäologischen Fundstelle."

Die Suche gestaltete sich damit als sehr schwierig. Selbst alte, erfahrene Flugexperten erinnerten sich nicht, jemals an einer Absturzstelle ein solches Bild totaler Zerstörung gesehen zu haben. Die größte Hoffnung, das Rätsel um die Unfallursache zu lösen, lag in der Untersuchung der vier Triebwerke. Spezialtrupps der Lufthansa und einer schweren Pioniereinheit der Bundeswehr aus Koblenz war es in mehreren Tagen gelungen, diese aus der Erde zu graben.

Die Untersuchung der Triebwerke blieb allerdings vorläufig ohne Ergebnis. Für das Luftfahrt-Bundesamt handelte es sich um einen Absturz, für den es nicht einmal eine Theorie gab: Mitten im normalen Steigflug stellte sich ein riesiges Flugzeug plötzlich auf den Kopf und raste nahezu senkrecht in die Tiefe. So etwas hatte es noch nicht gegeben. Deutlich wird die Ratlosigkeit in dem Bericht der Allgemeinen Zeitung:

"Über allem liegt noch ein großes Rätsel. Die Frage, wie das Unglück passieren konnte, wird noch lange brauchen, um beantwortet zu werden. Wird man überhaupt eine Erklärung finden?"

25 Jahre später berichtete die Allgemeine Zeitung noch einmal über den Absturz. Erstmals gab es hier einen Hinweis auf die Unfallursache: Ein verklemmter Bolzen am Höhenruder. Experten sind sich heute allerdings einig, dass dies nicht die Ursache gewesen sein kann. Die tatsächliche Ursache liegt damit auch heute noch im Dunkeln.

Auf den Seiten von Wikipedia findet sich unter Bezugnahme auf einen Artikel in der Zeitschrift "Die Zeit" vom 22. Juni 1962 folgende Aussage zur Ursache:  

"Vermutet wird eine Blockierung der Steuerflächen durch eine fehlerhafte Sicherung der hydraulischen Steuerung, für die Boeing ein Jahr nach dem Unfall eine Verbesserung anmahnte."

Die in Ebersheim abgestürzte Boeing war das zweite Flugzeug, das die Lufthansa seit der Aufnahme des Flugbetriebs verloren hat. Nach Wikipedia-Angaben weist die Unfallbilanz des Unternehmens bis heute acht Totalverluste auf, bei denen insgesamt 152 Todesopfer zu beklagen waren. Hierunter befindet sich auch eine weitere Boeing 720 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-ABOP, die am 15. Juli 1964 bei einem Prüfungsflug über Deutschland nahe der mittelfränkischen Stadt Ansbach ab, wobei alle drei Besatzungsmitglieder starben.

Die Boeing 720 war eine spezielle Kurz- bis Mittelstreckenvariante der 707, die 1957 als Boeing 707-020, später Boeing 720 genannt, verkauft wurde. Der Erstflug einer 720 wurde am 23. November 1959 durchgeführt, von einer 720B am 6. Oktober 1960. wegen grundlegender Änderungen an den Tragflächen und der Zelle kann man die Boeing 707-020 als eigenständiges Modell betrachten, weshalb sie als Boeing 720 eine eigene Typenbezeichnung erhielt. Insgesamt wurden nur 154 Maschinen der 720, davon 89 von der 720B, gebaut, da sie kurze Zeit nach der Markteinführung durch die durch die wirtschaftlicher zu betreibenden Boeing 727 abgelöst wurde.

 Heute finden sich auf den Feldern zwischen Mainz-Hechtsheim und Mainz-Ebersheim, auf denen das Flugzeug abgestürzt war, immer noch Teile der Boeing (siehe Foto ganz oben).

Der Film

50 Jahre nach dem Flugzeugabsturz hat ein Redakteur des Südwestrundfunks (SWR), Jürgen Bergs, alle zugänglichen Informationen zu dem Flugzeugabsturz zusammengetragen und hieraus eine spannende Reportage gefilmt. Erstmals gab es nach einem halben Jahrhundert die Filmbeiträge im Fernsehen zu sehen, die damals vom Hessischen Rundfunk unmittelbar nach dem Flugzeugabsturz in der Tagesschau gesendet wurden. Dieses Filmmaterial hat der Redakteur des SWR ergänzt mit aktuellen Bildern von der Absturzstelle (Bild während der Dreharbeiten) sowie mit Interviews von Zeitzeugen aus dem Jahr 2011. Mit dem Film ist es dem SWR gelungen, ein Stück vergessener Geschichte der Landeshauptstadt Mainz wieder in das Bewusstsein der Menschen zu bringen.

Die Dokumentation von Jürgen Bergs wurde ausgestrahlt am 19. Juli 2011 in der Landesschau des SWR.

In dem Beitrag wurde der damalige Bericht der Tagesschau über den Flugzeugabsturz eingespielt. Ein Zeuge berichtete 1961 unter dem Eindruck des Ereignisses vor Ort:

"Ich hörte ein starkes Düsengeräusch und seh nach dem Flugzeug und seh wie das Flugzeuge in einer Rechtskurve um mich rumdreht und die rechte Tragfläche mit hoher Geschwindigkeit hier in den Erdboden reingeht. Darauf folgte eine Stichflamme und eine heftige Detonation".

Ein weiterer Unfallzeuge, der ca. 200 m von der Unfallstelle in Hechtsheim war, berichtete:

 "Dadurch, dass ich den Aufschlag gehört habe, das Motorengeräusch und danach eine Detonation und einen Rauchpilz..." 

Weitere Informationen

Foto der Absturzmaschine

Ein Foto der Boeing 720-030B mit der Kennung D-ABOK "Düsseldorf" findet sich hier.

 Berichte in der Allgemeinen Zeitung im Dezember 1961

Die Allgemeine Zeitung berichtete ausführlich über den Flugzeugabsturz auf mehreren Seiten. Die Berichte sind im Archiv der Allgemeinen Zeitung erhältlich.


Literatur

Büllesbach, Das Rätsel um den Absturz einer Lufthansa-Boeing - Vor 60 Jahren stürzte ein Passagierflugzeug in Ebersheim ab, in: Ebersheimer Schaufenster, Ausgabe 148, Mai 2021

Büllesbach, Das Rätsel um den Absturz der "Düsseldorf", in: Ebersheimer Schaufenster, Ausgabe 77, Juni 2009

Berg, Als sich die Boeing 720 in den Acker bohrte, Mainzer Rhein-Zeitung vom 17. Mai 2011,

"Plötzlich schreckt sie ein Brummen auf, und sie sehen am Himmel eine große Passagiermaschine auf sich zukommen. Die Boeing des Typs 720 B sackt plötzlich ab, bäumt sich noch einmal kurz auf und schlägt dann im Sturzflug und mit einer starken Tragflächenneigung auf. Dabei bohrt sich die rechte Tragfläche in den lehmigen und aufgeweichten Boden. Das Flugzeug versinkt förmlich in der Erde. Im gleichen Moment beobachtet ein Gendarmeriebeamter vom Nachbardorf aus, dass sich eine schwarze Detonationswolke in den Himmel hebt. Sekunden später wirbeln Lehm und Aluminiumteile durch die Luft..."

Angaben zum Unfall in der Datenbank Aviation-Safety.net, lesen

Auszug aus der Datenbank:

  • Datum: 04 DEZ 1961
  • Flugzeugtyp: Boeing 720-030B
  • Operator: Lufthansa
  • Kennzeichen: D-ABOK
  • Werknummer: 18058/202 Baujahr: 1961
  • Triebwerk: 4 Pratt & Whitney JT3D-1
  • Besatzung: Todesopfer: 3 / Insassen: 3 Fluggäste:
  • Sachschaden: Zerstört
  • Flugphase: Manövrieren (MNV)
  • Betriebsart: Ausbildungsflug
  • Flug von: Frankfurt International Airport (FRA/EDDF), Deutschland
  • Flug nach: Köln/Bonn Airport (CGN/EDDK), Deutschland
  • Unfallbericht: The Lufthansa Boeing 720 departed Rhein-Main Airport runway 25L at 11:22 GMT for a training flight to Koln. The flight was cleared for Koln at FL190. At 11:25 the crew reported over the Nierstein radio beacon at FL60 and were instructed to turn right, heading for the Ruedesheim beacon with the order to report when climbing through FL90. Shortly after confirming this message, the aircraft dived into the ground.
  • PROBABLE CAUSE: "The reason for the transition into a nose-dive could not be stated with sufficient certainty."

Angaben zum Unfall in der Datenbank The Bureau of Aircraft Accidents Archives, lesen

The four engine airplane left runway 25L at Frankfurt-Main Airport at 1222LT on a training flight to Cologne-Bonn Airport with a crew of three on board. Three minutes after liftoff, while passing over Nierstein beacon at an altitude of 6,000 feet, the crew was instructed to turn right heading to Ruedesheim beacon with a minimum altitude of 9,000 feet. Shortly later, the airplane went out of control, entered a dive and crashed in a huge explosion in a field located in Ebersheim, about 23 km west of the airport. The aircraft was completely destroyed upon impact and all three crew members were killed.

Bildquellen

Großes Bild Seitenbeginn: Keystone Press / Alamy Stock Foto (Bild-ID: E0W8WC)

Bilder Header:  Bild des Flugzeugs (Wikipedia/gemeinfrei), Flugzeugteile von der Absturzstelle Mainz-Ebersheim (Rudolf Büllesbach)